Ehrungsabend der Feuerwehr Mudau für Verdiente Kameraden
Mudau | Der Ehrungsabend im Bürgersaal des Mudauer Rathauses für langjährige und verdiente Feuerwehrkameraden hat sich inzwischen zur liebgewordenen Tradition entwickelt und zeigt die Wertschätzung für die Menschen, die diesen Dienst am Nächsten oft unter schwierigsten Bedingungen mit großem Zeitaufwand für Ausbildungen, Übungen und Einsätze und mit ebenso großem Engagement ehrenamtlich ausüben. Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger weiß, was die Gemeinde ihren acht zuverlässigen Abteilungswehren, die gemeinsam die drittgrößte Wehr im ganzen Neckar-Odenwald-Kreis bilden, zu verdanken hat. Und zwar nicht nur beim Löschen, Schützen, Bergen, sondern auch schon vor Inkrafttreten von Heimatschutz und Krisenmanagement in genau diesen Themen.
Das habe ihm das sagenhafte Zusammenwirken von Verwaltung, Feuerwehrabteilungen und Bürgern, aber auch den großen Wissensschatz und das Können der Feuerwehrkameraden gezeigt, als die Pumpe vom Tiefbrunnen 6 ausgefallen war, und das Problem der Wasserversorgung und der Reparatur innerhalb kürzester Zeit bewältigt werden konnte. Größtes Lob für die Floriansjünger an alle Aktiven, alle Ausbilder, Jugendbetreuer und für die hervorragende Ausbildungswilligkeit kam auch von Seiten des Kreisbrandmeisters Jörg Kirschenlohr, von Kommandant Markus Peiß und seinem Stellvertreter Manfred Müller sowie im Namen der Ortsvorsteher von Stefan Galm. Weiter bestätigte das Gemeindeoberhaupt, dass man aus genau diesem Grund gerne die Ausstattung der acht Feuerwehrabteilungen „up to date“ halte, obwohl man finanziell damit oft an Grenzen stoße, weil die Ausstatter leider Monopolstellung haben. Beispielhaft nannte er das letzte LF20 für 550.000 Euro mit einer Wartezeit von zweieinhalb Jahren, das inzwischen zu diesem Preis schon nicht mehr zu haben sei. In diesem Zusammenhang sei die Kooperation von Kreis und Land für die steigende Zahl von Sammelbestellungen für Fahrzeuge, aber auch immer mehr Ausstattungsgegenständen bzw. Kleidung eine gute Alternative geworden. Man begrüße auch, dass die Kommunen in die Planungen für das neue Landesfeuerwehrgesetz eingebunden werden, in dem Heimat- und Krisenschutz im Fokus stehen.
Der gleichen Meinung war Kreisbrandmeister Kirschenlohr im Hinblick auf die weltweiten Krisen und er bezeichnete den Ehrungsabend in Mudau als eine Besonderheit zum Ausdruck der Wertschätzung langjähriger Feuerwehrmitarbeiter, die über einen enormen Erfahrungsschatz verfügen. Er sei sehr stolz, dass die Zahlen der Feuerwehrangehörigen im Neckar-Odenwald-Kreis entgegen der allgemeinen Tendenz stabil bleiben und einen ansehnlichen Teil an Frauenpower aufweisen. Man sei gut und breit gefächert aufgestellt, ein Plus bei den Krisen in Europa, durch die alle Hilfsorganisationen – auch die Feuerwehr – aufgestockt werden und vermutlich auch mehr Förderung erhalten sollen. Sicher sei allerdings auch, dass die Zahl der Leitstellen sehr reduziert werden, doch man erwarte keine Negativauswirkungen für den Neckar-Odenwald-Kreis. Kommandant Peiß bestätigt in seinem Grußwort das Lob des Kreisbrandmeisters: „Heute stehen Menschen im Mittelpunkt, auf die wir uns jederzeit verlassen können – Kameradinnen und Kameraden, die da sind, wenn andere Hilfe brauchen. Heute ehren wir Menschen, die seit 15, 25, 40 und sogar 50 Jahren aktiven Feuerwehrdienst leisten.“ Der Kreisbrandmeister ging dabei auf die technische Entwicklung der Fahrzeuge, der Gerätschaften und der Einsatzkleidung dieser Zeitabschnitte ein mit den jeweils angepassten Ausbildungen. Dem Kommandant war es wichtig, die persönlichen Leistungen der zu Ehrenden hervorzuheben. „Es ist ein Engagement, das weit über die regulären Dienstabende hinausgeht und unsere Feuerwehr stark macht. Jede dieser Ehrungen steht für unzählige Stunden der Ausbildung, für Übungen und Einsätze, für Teamgeist, Vertrauen und Kameradschaft. Sie steht auch für die Bereitschaft, über viele Jahre hinweg Verantwortung zu übernehmen – sei es im Einsatz, in der Mannschaft oder in einer Führungsfunktion. Und eine solche Leistung ist nicht allein möglich. Dahinter stehen auch Familien, Freundinnen und Freunde sowie Arbeitgeber, die Verständnis zeigen und diesen Dienst unterstützen.“
Im Beisein zahlreicher Feuerwehrkameraden, aber auch von Ehrenfeuerwehrkommandant Gerd Mayer sowie der Ehrenabteilungskommandanten Franz Brenneis, Rudi Reichert, Cornel Schwab und der Abteilungskommandanten Manfred Müller, Jochen Walz, Holger Münch, Phillip Steigleder, Christian Brenneis, Hilmar Schüßler und Wolfgang Farrenkopf wurden mit dem Feuerwehrehrenzeichen samt Urkunde geehrt – in Bronze für 15 Jahre ehrenamtlichen Feuerwehrdienst Frank Schwab und Tino Herkert.
In Silber für 25 Jahre im ehrenamtlichen Dienst am Nächsten Philipp Scheuermann, Eva-Maria Walz, Jochen Walz, Dominik Grimm, Daniel Münch, Alfred Plattek und Timo Reichert.
In Gold für unglaubliche 40 Jahre unermüdlichen ehrenamtlichen Wirkens Matthias Giebel und Wolfgang Farrenkopf und in besonderer Gold-Ausführung für ein halbes Jahrhundert im ehrenamtlichen Feuerwehrdienst Walter Bingler, Manfred Hauk und Hubert Rechner.
Eine außergewöhnliche Würdigung im Namen von Kreisjugendwartin Jana Grimm übernahm im Anschluss als Mitglied der Kreisjugendleitung Manfred Müller zusammen mit seinem Kollegen Holger Münch, der den rührigen Jugendgruppenleiter Tobias Lohrum aus Scheidental mit der Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Neckar-Odenwald-Kreis samt Urkunde auszeichnete. Dem großen Ehrungsabend schloss sich ein Stehempfang mit guten Gesprächen an.
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Bericht & Bilder: Liane Merkle



